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Persönlichkeitsanalysen als Entwicklungsbarometer

Potenzialmessungen, speziell Persönlichkeitsanalysen, sind nicht nur im Recruiting nützlich und werden dort immer häufiger standardmäßig eingesetzt. Auch in der Personalentwicklung sind Informationen zur Persönlichkeit der Mitarbeiter ausschlaggebend, um das unternehmensinterne Talent zunächst zu erkennen und anschließend systematisch fördern zu können. Kompetenzanalysen werden nicht nur von den Mitarbeitern selbst mehr und mehr zum eigenen Erkenntnisgewinn eingefordert (siehe dazu auch „Thema: Talente finden, fördern und halten“), vielmehr können die dadurch verfügbaren Informationen einen sehr starken Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens haben.

Beispielsweise ist ein Verlust von talentierten Vertriebs- und Führungskräften, aufgrund fehlender Potenzialanalysen und inadäquater Förderung der Mitarbeiter, in der Regel sehr kostspielig und die Suche nach kompetentem Ersatz – fachlich wie menschlich – sowohl teuer als auch aufwendig. Besonders bemerkbar macht sich ein solcher Verlust in kleinen und mittelständischen Unternehmen, einer weit verbreiteten Unternehmensgröße in der Druckindustrie und Verlagsbranche.

Daher gilt es, durch konsequente und vor allem maßgeschneiderte Personalentwicklung das interne Talentpool optimal für den Unternehmenserfolg nutzbar zu machen und die Mitarbeiter durch die Investition in ihre Weiterbildung langfristig an das Unternehmen zu binden.

Maßgeschneiderte Personalentwicklung kann jedoch nur gelingen, wenn entsprechende Kompetenz-messungen eingesetzt werden, die das fachliche und fachübergreifende Potenzial der Mitarbeiter erfassen können, d.h. Leistungs- und Wissenstests für fachliche, Persönlichkeitsscreenings für fachübergreifende Aspekte der jeweiligen Berufsbilder.

Zur Erarbeitung von Entwicklungsplänen für bestimmte Mitarbeiter dient eine anfängliche Status-quo-Messung ihrer Stärken, Schwächen und Potenziale. Diese lassen sich in einer Talentlandkarte übersichtlich darstellen. Anschließend kann durch Festlegung von Entwicklungszielen und Auswahl passender Weiterbildungsmaßnahmen für jeden ein individuelles Förderprogramm erstellt werden.
 
Um den Entwicklungsfortschritt kontinuierlich überwachen zu können, lassen sich die Entwicklungsziele in Form eines Sollprofils auf die einzelnen Dimensionen des Analyseverfahrens übertragen und durch wiederholte Testung der Personen beobachten, ob im Laufe des Weiterbildungsprozesses eine Kompetenzannäherung an dieses Sollprofil stattfindet. Beispielsweise ermöglicht das bei Apenberg & Partner zur Persönlichkeitsdiagnostik eingesetzte profilingvalues-Verfahren (siehe Talent-Monitoring) die Erstellung eines anzustrebenden Persönlichkeitsprofils, u.a. in den Eigenschaftsdimensionen Empathiefähigkeit und Zielorientierung, und einen automatischen Abgleich der individuellen Mitarbeiterprofile mit diesen Sollwerten.

Natürlich liefern die Ergebnisse von Persönlichkeitsverfahren dem Einzelnen in der Regel keine gänzlich neuen Erkenntnisse über sich selbst. Vielmehr stellen sie eine formale Bestätigung des Selbstbildes dar, durch Abgleich mit Fremdeinschätzungen von Freunden und Bekannten oder auch vollkommen anderer Methoden als der offenen Selbst- und Fremdeinschätzung (siehe bspw. die Methodik des Talent-Monitorings).

Die Profilanalyse hilft den untersuchten Personen jedoch, auf Basis eines validen und objektiven Verfahrens, DAS formal bestätigt zu bekommen, was sie schon immer intuitiv über sich selbst wussten. Diese „Charakterisierung“ erleichtert es vor allem, die Selbsteinschätzung zu verbalisieren und die persönlichkeitsbezogenen Stärken und Potenziale effektiv nutzen zu können. Und vor allem Vorgesetzte und Personalentwickler profitieren davon, in kurzer Zeit ein umfassendes Persönlichkeitsbild von ihren Mitarbeitern zu erhalten, für welches sie normalerweise eine gewisse Phase des Kennenlernens und der Zusammenarbeit benötigt hätten.

Beispielhaft kann schon die Berufswahl einer Person dank eines umfassenden Persönlichkeitsprofiling gezielter an den eigenen Talenten ausgerichtet und spätere Karriereschritte besser unterstützt werden, sodass das Potenzial möglichst vollends ausgeschöpft wird.

Schließlich bieten einige Analyseverfahren zusätzlich die Möglichkeit, aktuelle Krisenherde der Personen im Persönlichkeitsscreening aufzudecken. Hinsichtlich der psychischen Gesundheit im Arbeitsumfeld lassen sich dadurch schnellstmöglich die richtigen Maßnahmen auswählen, die zur Problemlösung beitragen und die Potenzialentfaltung wieder unterstützen (siehe dazu auch Talent-Monitoring).

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