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Schön motiviert bleiben.

Die Hochschule der Medien in Stuttgart hat in einer Studie erhoben, welche Fähigkeiten bei Bewerbern in der Kommunikationsbranche am meisten gefragt sind. Eine Ahnung von Design und Gestaltung gehört nicht dazu. „Das Studienergebnis sollte keinen Trend bestätigen. Wir wollten tatsächlich wissen, welche Fähigkeiten der ideale Bewerber aus Arbeitgebersicht mitbringen soll“, erklärt Franco Rota, Prorektor an der Hochschule der Medien (HdM), Stuttgart.

Die Studie „Kompetenzanforderungen an akademische Berufseinsteiger in der Kommunikationsbranche“ ermittelte nun die gewünschten Fähigkeiten bei 153 Handels- und Industrieunternehmen, Institutionen und Agenturen. „Wir ahnten, dass Soft Skills wichtig für die Unternehmen sind, waren von der Deutlichkeit des Ergebnisses aber einigermaßen überrascht“, stellt Rota fest. „Es geht um alle Faktoren, die einen zum Sympathieträger machen. Das sind im Grunde eine Internationalisierung, eine Amerikanisierung der Bewerbergrundlagen und ihrer Qualitätskriterien. Fachkompetenz setzen die Unternehmen heute alle voraus.“ Nicht nur sympathisch Bei den Hard Skills liegt das selbstständige Projektmanagement auf Platz eins der gewünschten Bewerberkompetenzen. Damit das erfolgreich gelingt, werden Eigenverantwortlichkeit, Kontakt- und Feedbackfähigkeit sowie Durchführung als die vier Topparameter im Projektmanagement genannt. Auf den Plätzen zwei und drei wünschen sich Arbeitgeber Wissen und Begabung für Konzeption und Strategie.

Eine Ahnung von Gestaltung und Design zu haben, das findet nur knapp die Hälfte der Unternehmen wichtig. Aber empathisch Motiviert bis in die Haarspitzen sollte sich der Bewerber vorstellen. Denn unter den Soft Skills ist eben die „Motivation“ am gefragtesten. Außerdem soll der Einsteiger Verantwortungsbewusstsein und Kommunikationsfähigkeit beweisen. Nicht so sehr gefragt sind im Übrigen Präsentationstechniken. Wer je bei einer der unvermeidlichen Power-Point-Schlachten ansässig war, weiß dies bereits. Die HdM trainiert Soft Skills bereits im Studium. Die finden beispielsweise auf der Schwäbischen Alb statt, um Gruppenkohäsion zu üben. Die Schulung des sozialen Verhaltens und des Teamgeists geschieht im Rahmen eines Camps mit Workshops, zu denen Schnitzeljagden und Orientierungsläufe gehören. Dort bekommen die künftigen Arbeitnehmer also schon einmal einen Vorgeschmack auf künftige Managerseminare mit verkohlten Füßen.

Autor: Ingo Woel, 4c – das Magazin für Druck, Design & digitale Medienproduktion

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