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Wer Veränderung fürchtet, hat in der Druckindustrie keine Zukunft mehr.

Apenberg & Partner sind zurück vom Online Print Symposium 2019, für das man Bernd Zipper, Jens Meyer und ihrem Team wieder ein Kompliment aussprechen muss: viele interessante Gäste und wegweisende Vorträge in einem tollen Rahmen.

Während ein zentrales Thema des Symposiums in diesem Jahr die Veränderungskraft von Plattform-Geschäftsmodellen in und außerhalb der Druckindustrie gewesen ist, stellen wir vor allem wieder eines fest: der wesentliche Unterschied zwischen Online Druckern und ihren traditionellen Kollegen liegt nicht in den Produkten oder der Technologie – es ist und bleibt die Einstellung!
Präsentationen und Gespräche im Verlauf der Veranstaltung haben uns ganz deutlich gezeigt, dass Online Drucker keine Gelegenheit auslassen, alternative Ansätze kennenzulernen und auszuprobieren. Traditionelle Drucker auf der anderen Seite, suchen nicht das Neue, sie meiden es sogar aktiv. So haben wir zum Beispiel keinen einzigen traditionellen Drucker beim Online Print Symposium gesehen. Und das, obwohl die Veranstaltung weitläufig als Bühne für zukunftsweisende Perspektiven aus der Branche bekannt ist.

Verstehen Sie uns nicht falsch: nicht alles was hier präsentiert oder besprochen wurde passt zu jedem Betrieb (hier sind sich im Übrigen auch die Online Drucker sehr einig) und auch wir sehen den einen oder anderen Ansatz kritisch. Aber in jedem Fall bietet die Veranstaltung eine Gelegenheit alternative Perspektiven kennenzulernen und Anregungen für die eigene Organisation aufzunehmen.

Wenn Sie etwas vom diesjährigen Online Print Symposium mitnehmen möchten, dann halten Sie sich an die Empfehlung von Rene de Heij (Geschäftsführer probo): „think big, start small, act fast“.

An diesem Ansatz scheiden sich online und traditioneller Druck:

Dabei stellen traditionell druckende Unternehmen nicht in Frage, dass Online Drucker ihr Geschäftsmodell hervorragend umgesetzt haben und eine Vorreiterrolle in unserer Branche einnehmen. Sie unterliegen vielmehr der Fehleinschätzung, dass die Methoden und Ansätze der Online Drucker im eigenen Marktsegment entweder irrelevant oder nicht umsetzbar sind.
Dass diese Überzeugung traditioneller Drucker nicht nur falsch, sondern sogar fatal ist, zeigt unter anderem die Tatsache, dass Paul Adriaans (Executive Vice President von RPI), wohlgemerkt an die vermeintlich vorreitende Gruppe der Online Drucker, die Parole ausgibt, dass konstante Veränderung und Anpassung nach wie vor unbedingt nötig sind („you need to change, or you will be the change“).

Insgesamt hat das Online Print Symposium 2019 noch einmal unsere Überzeugung dafür gestärkt, dass traditionelle Drucker zwingend und dringend umdenken müssen, wenn sie nicht ein zweites Mal von den Methoden und Ansätzen der Online Drucker geschlagen werden möchten: im Rahmen der fortschreitenden Marktkonsolidierung kann nur überleben, wer seine Prozesse konsequent (neu) zu Ende denkt und die eigene Organisation auf maximale Effizienz trimmt. Für jedes Unternehmen, egal aus welcher Branche und welcher Größe, stellt dies eine erhebliche Herausforderung dar – es ist aber der unausweichliche, erste Schritt im bereits erwähnten Dreisatz: „think big, start small, act fast“.

Wer sein Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft führen möchte kommt also nicht umhin, erst grundlegend alle Prozesse in Frage zu stellen, sie neu zu ordnen und dann mit hoher Geschwindigkeit in vielen kleinen Schritten in Richtung des übergeordneten Ziels zu schreiten. Wer sich dabei davon aufhalten lässt, dass jeder einzelne Schritt ein potenzielles Risiko darstellt, wird langfristig gegenüber denjenigen auf der Strecke bleiben, die eine größere Gefahr darin sehen nichts zu tun.

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