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Heidelberger Druckmaschinen AG „Proof of Concept“

Bei der letztjährigen Hauptversammlung Heidelberger Druckmaschinen AG war vom Konsens zwischen Aktionären und Management zu lesen. Die Anteilseigner erkannten eine „intakte Story“ – zufrieden waren sie jedoch nicht. Auf der heutigen Aktionärsversammlung, in Mannheim, wird der Vorstand Rede und Antwort stehen müssen. Branchenexperten sind gespannt, wie weit die digitale Transformation gelungen ist. Einen ersten Hinweis auf die Fakten bietet der aktuelle AG-Bericht 2018 / 2019 des Vorstandes. Wir haben die, aus unserer Sicht wichtigsten Statements und Fakten zusammengefasst.

Auszüge aus dem Lagebericht der Heidelberger Druckmaschinen AG:

  • Zur Heidelberg Druckmaschinen AG gehören in Deutschland fünf Standorte: Heidelberg, Wiesloch-Walldorf, Brandenburg, Neuss und Kiel.
  • Der strategische Fokus der Heidelberger Druckmaschinen AG liegt auf der im Jahre 2017/2018 angestoßenen Transformation des Unternehmens entlang einer klar definierten digitalen Agenda.
  • Die Konzentration hin zu immer größeren, industrialisierten Druckbetrieben wird sich auch in Zukunft fortsetzen.
  • „Big Data“ ist der zentrale Baustein des zukünftigen Erfolgs der Heidelberger Druckmaschinen AG, die diese Daten aus über mehr als 13.000 installierten Heidelberger-Druckmaschinen und die zur Datenübertragung eingebauten rund 28.000 Heidelberg Prinect-Module, bereits heute, zu jeder Tages- und Nachtzeit, abrufen kann.
  • 2017 hat die Heidelberg Druckmaschinen AG das sogenannte „Subskriptionsmodell“ eingeführt. Hierbei bezahlt der Kunde nicht mehr für die einzelnen Komponenten, sondern für die Nutzung über den Lebenszyklus sowie performanceabhängig über die Anzahl der bedruckten Bogen. Das neue Geschäftsmodell garantiert stetige, planbare Einnahmenströme über einen längeren Zeitraum, unabhängig vom volatilen Neumaschinengeschäft, und ist direkt verbunden mit dem steigenden Druckproduktionsvolumen mit einem entsprechend höheren „Share of Wallet“, also einer höheren Wertschöpfung pro Auftrag.
  • Für den Ausbau der Technologieführerschaft fließen neun Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung.
  • Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat ihren Entwicklungsprozess auf Offenheit angelegt. So können Kunden, Lieferanten, Partnerunternehmen und Mitarbeiter jederzeit bei Bedarf in den Prozess integriert werden. Dies dient der Kosteneffizienz und dem Kundennutzen.
  • Das weltweite Druckproduktionsvolumen liegt seit Jahren bei mehr als 400 Mrd. € jährlich. Für das Jahr 2023 wird ein Wert von 423 Mrd. € erwartet.
  • Während in den Schwellenländern das Druckvolumen insgesamt weiter wächst, sind die Druckdienstleister in den Industrienationen einem sehr dynamischen und sich stark veränderten Marktumfeld ausgesetzt. Dabei führen die zunehmende Substitution von Verlagserzeugnissen und Geschäftsdrucksachen durch das Internet, sowie die Auswirkungen des demografischen Wandels auf das Kauf- und Leseverhalten der Bevölkerung zu einem Rückgang der entsprechenden Umsätze. Dieser wird teilweise durch die Zunahme von Veredelung bei den Druckprodukten, vor allem im Kosmetikbereich, und Individualisierung kompensiert, dass sie den Wert einzelner Druckprodukte erhöhen. Dies gilt insbesondere für den insgesamt wachsenden Verpackungs- und Etikettendruckmarkt.
  • Mit rund 40 Prozent Anteil am Druckvolumen ist der Bogenoffsetdruck nach wie vor die am häufigsten verwendete Drucktechnologie. Der Digitaldruck konnte seinen Anteil am weltweiten Druckvolumen seit dem Jahre 2000 auf rund 18 Prozent kontinuierlich ausbauen und wird durch den Trend zur Industrialisierung weiter an Bedeutung gewinnen.
  • Der globale Markt für WTP (Web-to-Print, E-Business-Print oder Online Print) wird auf rund 23,8 Mrd. US-Dollar an Druckumsätzen mit einer jährlichen Wachstumsrate von 5,1 Prozent bis 2023 geschätzt. Dabei entfallen rund 60 Prozent auf die B2B-Produktion und rund 40 Prozent auf die B2C-Produktion.
  • Der Umsatz der Heidelberger Druckmaschinen AG lag mit 1.233 Mio. € (Vorjahr: 1.160 Mio. €) moderat über dem Vorjahresniveau.
  • Der Auftragseingang lag mit 1.127 Mio. € rund drei Prozent unter dem des Vorjahres (1.161. Mio. €)
  • Das Ergebnis nach Steuern ist gegenüber dem Vorjahr von -45 Mio. € auf – 88 Mio. € zurückgegangen.


Quelle
: Heidelberger Druckmaschinen Aktiengesellschaft / AG-Bericht 2018 / 2019

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