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Druckindustrie: Unter der Kontrolle der Corona Pandemie

GrafikBIPundDruck

Prognose von Apenberg & Partner aus dem August 2020. Im 4. Quartal des Krisenjahres erreicht Die Corona Krise ist weiterhin ein fester Bestandteil des (Arbeits-)Alltags. Im August 2020 veröffentlichte Apenberg & Partner die „Corona-Prognose für die Druckindustrie“. Ein Jahr nachdem sich die Pandemie in Europa auszubreiten begann aktualisieren wir diese Prognose mit IST-Daten aus 2020 und einem angepassten Ausblick für das laufende Jahr 2021.

Die Grafik stellt in den Jahren 2019–2021 den Verlauf der Umsätze in der Druckindustrie in Mio. Euro (blaue Linie) und das BIP in 100 Mio. Euro (orangene Linie) dar. Dabei wird das Vorjahr 2019 (VJ), Krisenjahr 2020 (KJ) und Folgejahr 2021 (FJ) betrachtet. Der Forecast wird jeweils durch eine gestrichelte Linie dargestellt.

Der Einbruch der Krise ist im 1. Quartal 2020 deutlich zu erkennen. Das BIP verzeichnet nach zehn Jahren erstmals wieder einen Rückgang. Im 2. Quartal ist der Tiefpunkt erreicht, wobei zum Ende des 3. Quartals das Niveau vom Jahresbeginn fast wieder erreicht wurde. Insbesondere die schnelle Erholung des BIPs ist auffallend. Das BIP übertrifft deutlich seinen Höchststand mit 793 Mrd. Euro (Vorjahr 2019: 815 Mrd. Euro). Der Anstieg des BIPs ist auf hohe Konsumausgaben, Investitionen in Ausrüstungen und den stark angestiegenen Export zurückzuführen.[1]. Das BIP erholt sich im Vergleich zur Druckindustrie deutlich besser.

Die Druckindustrie erholt sich im Krisenjahr langsamer und liegt damit weiterhin unter dem Niveau des Jahres 2019. Die Branche verzeichnet einen Tiefpunkt im 2. Quartal des Krisenjahres mit 203 Mio. Euro (Vorjahr 2019: 230 Mio. Euro). Dennoch erholt sich die Druckindustrie besser als die vorangegangene Prognose vom August 2020. Die Entwicklung verläuft flacher als das BIP und erreicht Ende 2020 wieder fast das Jahresanfangsniveau mit 260 Mio. Euro (Vorjahr 2019: 289 Mio. Euro). Eine vollständige Erholung ist damit zwar ausgeblieben, dennoch schlägt sich die Druckindustrie besser als im August 2020 prognostiziert. In 2020 erreicht die Druckindustrie insgesamt ein Umsatzvolumen von 10,7 Mrd. Euro.

Für die Vorhersage des BIP orientiert sich Apenberg & Partner an der Prognose von neun renommierten Wirtschaftsinstituten, die im Mittel einen Anstieg um 1,39² Prozent für 2021 erwarten. Wie bereits für die Prognose aus dem August 2020 hat Apenberg & Partner die Umsatzentwicklung der Druckindustrie auch für 2021 wieder in Relation zur BIP-Entwicklung erstellt. Wir gehen dabei davon aus, dass sich das Verhältnis von BIP zur Umsatzentwicklung der Druckindustrie im Mittel der vergangenen zwei Jahre (2019 und 2020) einpendelt. Es resultiert eine prognostizierte Entwicklung, die eine deutliche Erholung gegenüber dem Krisenjahr darstellt, aber dennoch unter dem Niveau des Jahres 2019 zurückbleibt.

 

Quellen & Hinweise

  1. www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/10/PD20_432_811.html
  2. Prognosen zur Entwicklung des deutschen BIP bis 2021 (Statista)

 

  • Sämtliche IST-Daten des BIP betreffend entstammen der Statistik „VGR des Bundes – Bruttowertschöpfung, Bruttoinlandsprodukt (nominal/preisbereinigt): Deutschland, Quartale, Original und bereinigte Daten“ (Tabelle 81000-0002) des Statistischen Bundesamtes Deutschland.
  • Sämtliche IST-Daten die Druckindustrie betreffend entstammen der Statistik „Beschäftigte und Umsatz der Betriebe im Verarbeitenden Gewerbe: Deutschland, Monate, Wirtschaftszweige“ (Tabelle 42111-0004) des Statistischen Bundesamtes Deutschland für den Wirtschaftszweig 18.1 „Herstellung von Druckerzeugnissen“.
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